9. Juli 2018

Steuerliche Würdigung von Initial Token Offerings (ITO’s) und Tokens im Schweizer Steuerrecht

Im Rahmen der Finanzierungstransaktion überweisen Investoren dem Unternehmen finanzielle Mittel und erhalten im Gegenzug Blockchain-basierte Tokens. Der Emittent erzeugt die Tokens auf einer neu entwickelten Blockchain oder mittels eines sogenannten „Smart Contract“ auf einer bereits bestehenden Blockchain. Unter einem Token ist ein digitales Bündel von Rechten und Pflichten zu verstehen und verkörpert meistens kein Zahlungsmittel. Die Tokens können unterschiedliche wirtschaftliche Funktionen haben. Tokens können Zahlungsmittel sein. Sie können den Zugang zu einer digitalen Nutzung oder Dienstleistung vermitteln (Nutzungs-Token). Sie können auch schuldrechtliche Forderungen oder gesellschaftsrechtliche Verhältnisse verkörpern (Vermögens- Token). ITO’s und Tokens zeigen die steuerrechtlichen Herausforderungen der Digitalisierung der Wirtschaft für die Steuerpraxis und den Gesetzgeber auf. Zur steuerlichen Behandlung von ITO’s und Tokens hat sich noch keine einschlägige Rechtsprechung, keine einheitliche Steuerpraxis und keine übereinstimmende Lehrmeinung entwickelt. Aufgrund der grossen Anzahl unterschiedlicher Formen von ITO’s und Tokens mussten sich die Steuerbehörden auf einige Beispiele beschränken.

Im Zusammenhang mit dem ITO und der Ausgabe der Token stellen sich folgende Fragen:

– Welche Ebenen sind bei der steuerlichen Behandlung von ITO’s und Token zu unterscheiden? (Emittent; Investoren, Mitarbeiter)

– Welche steuerlichen Risiken bestehen beim Emittenten? (Direkte Bundessteuer, Verrechnungssteuer, Stempelabgaben, Mehrwertsteuer, Emissionsabgabe, Umsatzabgabe, Quellensteuer und Sozialversicherungsabgaben)

Wollen Sie mehr zu diesem Thema wissen, so verlangen Sie unsere Checkliste „Fragen betreffend steuerlicher Auswirkungen beim Initial Token Offering (ITO) und Tokens“.

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